Der Betonrechner ermittelt die benötigte Betonmenge für Bodenplatten, Fundamente, Betonflächen und runde Pfostenlöcher. Das Ergebnis wird in Kubikmetern und Litern ausgegeben und kann zusätzlich in die Anzahl benötigter Säcke sowie geschätzte Materialkosten umgerechnet werden.
Für rechteckige Bauteile geben Sie Länge, Breite und Dicke ein. Runde Pfostenlöcher oder Punktfundamente werden als Zylinder aus Durchmesser, Tiefe und Anzahl berechnet.
Betonrechner
Wählen Sie die Bauteilform und die Bezugsart. Der Rechner bestimmt das geometrische Volumen, den Mengenzuschlag, die Sackzahl oder die benötigte Menge Transportbeton.
Betonrechner
Berechnen Sie Beton in m³ und Litern sowie die benötigte Sackzahl oder den geschätzten Materialwert von Transportbeton.
Berechnungsergebnis
Wie berechnet man die Betonmenge?
Bei einer Bodenplatte, Betonfläche, einem Streifenfundament oder einem anderen rechteckigen Bauteil entspricht die Betonmenge dem Volumen eines Quaders. Alle Abmessungen müssen vor der Multiplikation in dieselbe Einheit umgerechnet werden.
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Eine Platte mit 5 m Länge, 2 m Breite und 10 cm Dicke hat ein Volumen von 1,00 m³, weil 10 cm genau 0,10 m entsprechen:
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Betonmenge für ein rundes Pfostenloch
Ein rundes Pfostenloch oder Punktfundament kann näherungsweise als Zylinder berechnet werden:
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Bei mehreren gleich großen Löchern wird das Volumen eines Zylinders mit der Anzahl multipliziert. Zehn Löcher mit 25 cm Durchmesser und 80 cm Tiefe ergeben geometrisch:
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Das reale Loch ist häufig unregelmäßig. Außerdem kann ein Pfosten, Anker oder eine Kiesschicht einen Teil des berechneten Volumens verdrängen. Der Rechner berücksichtigt solche Einbauten nicht automatisch.
Wie viele Säcke Beton werden benötigt?
Für die Sackzahl ist nicht allein das Gewicht der Verpackung entscheidend. Maßgeblich ist die Ergiebigkeit, also die Menge verarbeiteter Betonmischung, die ein Sack nach Zugabe der vorgeschriebenen Wassermenge ergibt.
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- N – Anzahl der Säcke, aufgerundet,
- Vz – Betonmenge mit Zuschlag in m³,
- E – Ergiebigkeit eines Sacks in Litern.
Ergeben sich mit Zuschlag 1,10 m³, entspricht das 1.100 l. Bei 12,5 l Ergiebigkeit je Sack werden genau 88 Säcke benötigt.
Die Ergiebigkeit kann je nach Produkt unterschiedlich sein. Verwenden Sie deshalb immer den Wert von der Verpackung oder aus dem technischen Merkblatt und leiten Sie das Volumen nicht nur aus der Sackmasse ab.
Welcher Mengenzuschlag ist sinnvoll?
Ein Mengenzuschlag gleicht Abweichungen zwischen der idealen Geometrie und den tatsächlichen Bedingungen aus. Ausschlaggebend sind insbesondere die Genauigkeit der Schalung, Unebenheiten des Untergrunds und die Form eines Aushubs.
| Ausführung | Praktischer Ausgangswert |
|---|---|
| Maßhaltige und dichte Schalung | 3-5 % |
| Typische Bodenplatte oder Fundament | 5-10 % |
| Übliche Pfostenlöcher | 8-12 % |
| Unregelmäßiger Aushub oder nachgebender Boden | 10-15 % |
Diese Werte sind praktische Orientierungshilfen und keine allgemeingültigen Normvorgaben. Bei einem kontrollierten Fertigteil oder einer präzisen Schalung kann der Zuschlag geringer ausfallen. Bei ausbrechendem Boden oder ungleichmäßiger Fläche kann mehr Beton erforderlich sein.
Sackware oder Transportbeton?
Trockenbeton als Sackware eignet sich vor allem für kleine Mengen, einzelne Pfostenlöcher, kleine Fundamente, Reparaturen und Stellen, die ein Fahrmischer nur schwer erreicht. Der Materialpreis ist einfach zu berechnen, aber Mischen, Transportieren und Einbauen verursachen zusätzlichen Arbeitsaufwand.
Transportbeton vom Betonwerk ist bei größeren Bodenplatten, Streifenfundamenten und zusammenhängenden Betonierabschnitten meist praktischer. Der Rechner gibt dafür die geometrisch benötigte Menge einschließlich Zuschlag in m³ aus.
Der im Rechner ermittelte Preis ist nur der Wert der eingegebenen Betonmenge. Je nach Lieferant können Fracht, Mindermengenzuschlag, Betonpumpe, Schlauchleitung, Wartezeit, Restbetonentsorgung, Winterzuschläge oder weitere regionale Positionen hinzukommen.
Beton und Estrich sind nicht automatisch dasselbe
Im Handel werden Produkte teilweise als Estrichbeton oder Estrich/Beton bezeichnet. Daraus folgt nicht automatisch, dass das Material für jedes Fundament, jede tragende Platte oder jedes bewehrte Bauteil geeignet ist.
Die erforderlichen Eigenschaften hängen von der geplanten Verwendung, Beanspruchung, Umgebung und Konstruktion ab. Prüfen Sie deshalb die Produktbezeichnung, Leistungserklärung, das technische Merkblatt und gegebenenfalls die Vorgaben der Planung.
Warum berechnet der Rechner keine Betonklasse?
Der Rechner bestimmt eine Materialmenge aus geometrischen Abmessungen. Er kann nicht entscheiden, welche Festigkeitsklasse, Expositionsklasse, Konsistenz, Gesteinskörnung, Bewehrung oder Betondeckung für ein Bauteil erforderlich ist.
Die Festlegung des Betons erfolgt in Deutschland im Zusammenspiel der einschlägigen Regelwerke, der Planung und der tatsächlichen Umgebungsbedingungen. Bei Transportbeton müssen die geforderten Eigenschaften dem Betonwerk eindeutig mitgeteilt werden.
Für tragende Bauteile, Fundamente, bewehrte Konstruktionen oder genehmigungspflichtige Arbeiten darf eine reine Mengenberechnung daher nicht als konstruktive Bemessung verwendet werden.
Wasserzugabe, Verdichtung und Nachbehandlung
Bei Sackware ist die auf der Verpackung oder im technischen Merkblatt angegebene Wassermenge einzuhalten. Eine zusätzliche Wasserzugabe macht die Mischung zwar häufig weicher, kann aber gleichzeitig Eigenschaften, Festigkeit, Schwindverhalten und Oberflächenqualität verändern.
Frischbeton muss entsprechend Produkt und Bauteil eingebaut und verdichtet werden, damit größere Lufteinschlüsse vermieden werden. Danach ist er vor zu schnellem Austrocknen, starkem Wind, direkter Sonne, Frost und ungünstigem Niederschlag zu schützen.
Die erforderliche Art und Dauer der Nachbehandlung hängt von Beton, Temperatur, Bauteil und Ausführung ab. Maßgeblich sind die Vorgaben des Produktherstellers, des Betonwerks und der Planung.
Warum kann die tatsächliche Betonmenge abweichen?
Die größte Abweichung entsteht meist nicht durch die Volumenformel, sondern durch ungenaue Abmessungen. Ein Aushub kann breiter sein als geplant, eine Schalung kann sich verformen und ein Untergrund kann lokale Vertiefungen aufweisen.
Bei Sackware beeinflusst eine abweichende Produktergiebigkeit die Sackzahl unmittelbar. Bei Transportbeton kommen Bestell- und Lieferbedingungen hinzu. Vor einer Bestellung sollten die tatsächlichen Maße deshalb nochmals auf der Baustelle kontrolliert werden.
Häufige Fehler bei der Mengenermittlung
- Zentimeter werden nicht in Meter umgerechnet.
- Eine Fläche in m² wird mit einem Volumen in m³ verwechselt.
- Die Sackzahl wird nur aus dem Sackgewicht statt aus der Ergiebigkeit berechnet.
- Die Sackzahl wird abgerundet statt aufgerundet.
- Unebenheiten und ein realistischer Mengenzuschlag werden nicht berücksichtigt.
- Estrichbeton wird ohne Prüfung als geeigneter Konstruktionsbeton behandelt.
- Beim Transportbeton werden Liefer- und Nebenkosten übersehen.
- Das Volumen von Einbauteilen oder einer Kiesschicht wird falsch eingeschätzt.
- Es wird mehr Wasser als vom Hersteller vorgesehen zugegeben.
- Verdichtung und Nachbehandlung werden vernachlässigt.
Quellen und weiterführende Informationen
- DIN Media – DIN EN 206-1:2026-07, Beton: Festlegung, Eigenschaften, Herstellung und Konformität
- DIN Media – DIN 1045-2:2023-08, Tragwerke aus Beton, Stahlbeton und Spannbeton
- DIN Media – DIN 1045-3:2023-08, Bauausführung
- InformationsZentrum Beton – Auswahl und Festlegung des Betons
- quick-mix – Beispiel für Ergiebigkeit, Wasserzugabe, Verarbeitung und Nachbehandlung von Sackware
- quick-mix – Beispiel für Estrich/Beton als Sackware





