Stahlgewicht-Rechner

Der Stahlgewicht-Rechner berechnet das theoretische Gewicht von Stahlblechen, Flachstahl, Vollstäben, Rohren und Hohlprofilen. Zusätzlich werden Stückgewicht, Gesamtgewicht, Metergewicht oder Flächengewicht, Stahlvolumen und auf Wunsch die geschätzten Materialkosten ausgegeben.

Wählen Sie die Produktform und tragen Sie die Abmessungen ein. Bei IPE-, HEA-, HEB-, UPN- und anderen Walzprofilen ist das Tabellengewicht in kg/m in der Regel genauer als eine vereinfachte geometrische Berechnung.

Stahlgewicht-Rechner

Stahlgewicht-Rechner

Berechnen Sie das theoretische Gewicht von Stahlblech, Flachstahl, Rundstahl, Rohren und Hohlprofilen sowie Metergewicht, Flächengewicht und Materialkosten.

Der Rechner verwendet die eingegebenen Nennmaße und die Materialdichte. Das tatsächliche Gewicht kann durch Maßtoleranzen, Kantenradien, Schweißnähte, Beschichtungen und Fertigungsabweichungen abweichen. Für Walzprofile und verbindliche Abrechnungen sollte das Hersteller- oder Tabellengewicht in kg/m verwendet werden.
Wählen Sie eine Geometrie oder berechnen Sie ein Profil direkt aus dem Tabellengewicht.
Üblicher Rechenwert für unlegierten Baustahl. Bereich: 7.000-8.500 kg/m³.
Wählen Sie die Einheit des optionalen Stahlpreises.
Die Beispiele sind keine verbindlichen Lieferabmessungen oder Gewichtsangaben.
Für die gewählte Produktform nicht erforderlich.
Optional. Das Feld kann leer bleiben.
Blech: m = a × b × t × ρ × n.

Berechnungsergebnis

31,4 kg Gesamtgewicht
31,4 kg/Stück Stückgewicht
15,7 kg/m² Flächengewicht
0,004 m³ Stahlvolumen
Geschätzte Materialkosten
Ein Stahlblech mit 2.000 × 1.000 × 2 mm wiegt bei 7.850 kg/m³ theoretisch 31,4 kg.
Das Ergebnis ist kein statischer Nachweis. Aus dem Gewicht eines Profils lässt sich nicht ableiten, ob es eine bestimmte Last sicher trägt. Zuschnitt, Bearbeitung, Beschichtung, Verpackung und Transport sind in den Materialkosten nicht enthalten.

Wie berechnet man das Gewicht von Stahl?

Das theoretische Gewicht eines Stahlteils ergibt sich aus seinem Volumen und der Materialdichte:

m = V \cdot \rho

m ist die Masse in Kilogramm, V das Volumen in m³ und ρ die Dichte in kg/m³. Als üblicher Rechenwert für Baustahl werden 7.850 kg/m³ verwendet. Für andere Stahlsorten kann ein abweichender Dichtewert erforderlich sein.

Gewicht eines Stahlblechs berechnen

Ein Stahlblech wird geometrisch als Quader behandelt:

m = a \cdot b \cdot t \cdot \rho \cdot n

Ein Blech mit 2.000 × 1.000 × 2 mm hat ein Volumen von 0,004 m³ und wiegt bei 7.850 kg/m³ theoretisch 31,4 kg. Das Flächengewicht einer 2 mm dicken Stahlplatte beträgt 15,7 kg/m².

Metergewicht von Flachstahl und Vollstäben

Bei Flachstahl, Rundstahl, Vierkantstahl und Sechskantstahl wird zuerst die Querschnittsfläche berechnet. Anschließend wird sie mit Länge, Dichte und Stückzahl multipliziert:

m = A \cdot L \cdot \rho \cdot n

Für Rundstahl gilt:

A = \frac{\pi d^2}{4}

Rundstahl mit 12 mm Durchmesser hat bei 7.850 kg/m³ ein theoretisches Metergewicht von ungefähr 0,888 kg/m. Ein 12 m langer Stab wiegt etwa 10,65 kg.

Bei Sechskantstahl wird die Schlüsselweite verwendet, also der Abstand zwischen zwei parallelen Flächen. Die Schlüsselweite ist nicht mit der Seitenlänge des Sechsecks gleichzusetzen.

Gewicht eines Stahlrohrs berechnen

Ein Rohr darf nicht wie ein Vollstab berechnet werden. Von der äußeren Kreisfläche wird die innere Hohlfläche abgezogen:

A = \frac{\pi}{4}\left[D^2-(D-2t)^2\right]

D ist der Außendurchmesser und t die Wanddicke. Die Wanddicke muss kleiner als die Hälfte des Außendurchmessers sein.

Gewicht von Quadrat- und Rechteckrohren

Für ein rechteckiges Hohlprofil kann das äußere Rechteck abzüglich des inneren Hohlraums berechnet werden:

A = B \cdot H - (B-2t)(H-2t)

Dieser einfache Ansatz nimmt scharfe Innen- und Außenecken an. Reale Hohlprofile besitzen Kantenradien, weshalb das berechnete Metergewicht vom Tabellengewicht abweichen kann. Für Bestellung, Abrechnung und Transportplanung ist deshalb das dokumentierte kg/m-Gewicht vorzuziehen.

Warum Walzprofile nach kg/m berechnet werden

IPE-, HEA-, HEB-, HEM-, UPN- und Winkelprofile besitzen Stege, Flansche, Übergangsradien und produktspezifische Toleranzen. Die zuverlässigste Methode ist daher die Berechnung mit dem Tabellengewicht:

m = q \cdot L \cdot n

q ist das Metergewicht in kg/m. Ein Profil mit 25 kg/m und 12 m Länge wiegt 300 kg. Vier gleiche Profile wiegen zusammen 1.200 kg beziehungsweise 1,2 t.

ProduktformEmpfohlene Berechnung
Stahlblech und PlatteLänge × Breite × Dicke × Dichte
Flachstahl und VollstabQuerschnitt × Länge × Dichte
RundrohrÄußere minus innere Kreisfläche
Quadrat- und RechteckrohrGeometrische Näherung, für genaue Werte Tabellengewicht verwenden
IPE, HEA, HEB, UPN und WinkelDokumentiertes Metergewicht in kg/m

Welche Dichte hat Stahl?

7.850 kg/m³ beziehungsweise 7,85 kg/dm³ ist ein üblicher Rechenwert für viele unlegierte und niedriglegierte Stähle. Er ist jedoch keine exakte Dichte für jede Stahlsorte. Nichtrostende, hochlegierte oder werkzeugtechnische Stähle können abweichende Werte besitzen.

Für eine überschlägige Gewichtsberechnung reicht der Standardwert meist aus. Für Produktionsabrechnungen oder besonders genaue Kalkulationen sollte die Dichte aus der Werkstoffdokumentation verwendet werden.

Theoretisches und tatsächliches Stahlgewicht

Das Ergebnis aus Nennmaßen und Dichte ist ein theoretisches Gewicht. Das tatsächliche Gewicht kann durch Dicken-, Durchmesser- und Formtoleranzen sowie durch Schweißnähte, Zunder, Verzinkung, Lackierung, Bohrungen, Ausschnitte und Bearbeitungszugaben abweichen.

Für Vorplanung, Einkauf und überschlägige Transportberechnungen ist das theoretische Gewicht geeignet. Bei handelsrechtlicher Abrechnung, Lagerbuchung oder verbindlicher Nutzlastplanung sind Herstellerangaben, Tabellenwerte oder eine tatsächliche Verwiegung maßgeblich.

Stahlpreis pro Kilogramm oder Tonne berechnen

Der reine Materialwert ergibt sich aus Masse und eingegebenem Preis:

K = m \cdot C

Bei einem Preis pro Tonne wird die Masse in Kilogramm zunächst durch 1.000 geteilt. Der Rechner berücksichtigt keine Kosten für Zuschnitt, Bohren, Biegen, Schweißen, Verzinken, Lackieren, Prüfzeugnisse, Verpackung oder Transport.

Wofür darf der Rechner nicht verwendet werden?

Aus dem Gewicht eines Stahlteils lässt sich nicht ableiten, ob es eine bestimmte Last sicher trägt. Der Rechner prüft keine Tragfähigkeit, Spannung, Durchbiegung, Knick- oder Beulgefahr, Stabilität, Ermüdung, Verbindungen oder Feuerwiderstand.

Die Bemessung tragender Bauteile erfordert Lastannahmen, Werkstoffkennwerte, Querschnittswerte, Lagerung, Systemlänge und weitere konstruktive Randbedingungen. Dafür sind statische Berechnungen und die einschlägigen technischen Regeln erforderlich.

Häufige Fehler bei der Gewichtsberechnung

  • Millimeter werden nicht in Meter umgerechnet.
  • Die Blechdicke wird in Zentimetern statt Millimetern eingegeben.
  • kg/m wird mit dem Gesamtgewicht verwechselt.
  • Die Stückzahl wird nicht berücksichtigt.
  • Ein Rohr wird wie ein Vollstab gerechnet.
  • Radius und Durchmesser werden verwechselt.
  • Beim Sechskant wird die Seitenlänge statt der Schlüsselweite verwendet.
  • IPE- oder HEA-Profile werden nur aus Höhe und Breite geschätzt.
  • 7.850 kg/m³ wird als exakte Dichte jeder Stahlsorte behandelt.
  • Der reine Materialwert wird mit dem Preis eines fertig bearbeiteten Bauteils verwechselt.