Quadratmeter-Rechner

Der Quadratmeter-Rechner berechnet Flächen von Böden, Wänden und anderen rechteckigen Bereichen. Zusätzlich können Sie Verschnitt oder Materialzuschlag einplanen und die Kosten anhand eines Preises pro Quadratmeter schätzen.

Für eine einfache Fläche genügen Länge und Breite. Bei Wandflächen eines rechteckigen Raums werden Umfang und Raumhöhe verwendet; Fenster, Türen und andere Öffnungen können optional abgezogen werden.

Quadratmeter-Rechner

Wählen Sie den passenden Berechnungsmodus und tragen Sie die Maße ein. Der Rechner zeigt die Fläche ohne Zuschlag, die zusätzliche Materialmenge, die Materialfläche mit Zuschlag und auf Wunsch die geschätzten Kosten.

Quadratmeter-Rechner

Berechnen Sie Boden- und Wandflächen in m², ergänzen Sie Verschnitt oder Materialzuschlag und schätzen Sie die Kosten pro Quadratmeter.

Der Rechner dient der praktischen Material- und Kostenplanung. Er ist kein Wohnflächenrechner nach der Wohnflächenverordnung und nicht für Mietverträge, Förderanträge, Steuerfragen oder amtliche Flächennachweise bestimmt.
Die Beispielwerte sind keine verbindlichen Material- oder Preisangaben.
Wählen Sie eine rechteckige Fläche, die Wandflächen eines Raums oder einen bereits bekannten Wert in m².
Zusätzliche Materialmenge für Zuschnitte, Bruch, Muster und kleine Abweichungen. Bereich: 0-50 %.
Optionaler Material- oder Arbeitspreis. Das Feld kann leer bleiben. Bereich: 0,01-100.000 €/m².
Länge der Fläche oder des Raums. Bereich: 0,01-1.000 m.
Breite der Fläche oder des Raums. Bereich: 0,01-1.000 m.
Höhe der Wände bei der Berechnung eines Raums. Bereich: 0,01-20 m.
Anzahl identischer rechteckiger Flächen. Bereich: 1-10.000.
Optional. Summe der Flächen von Fenstern, Türen und anderen Öffnungen. Ein leeres Feld wird als 0 m² behandelt.
Bereits ermittelte Fläche aus Aufmaß, Planung oder Materialliste. Bereich: 0,01-1.000.000 m².
Rechteck: A = a × b. Wände: A = 2 × (a + b) × h – AÖ. Materialfläche: AM = A × (1 + p / 100).

Berechnungsergebnis

13,2 m² Materialfläche mit Zuschlag
12 m² Fläche ohne Zuschlag
1,2 m² Zusätzliche Materialfläche
396,00 € Kosten mit Zuschlag
360,00 € Kosten ohne Zuschlag
Eine Fläche von 4 m × 3 m ergibt 12 m². Mit 10 % Zuschlag werden 13,2 m² Material angesetzt.

Wie berechnet man Quadratmeter?

Ein Quadratmeter ist eine Flächeneinheit. Bei rechteckigen Böden, Wänden, Platten, Terrassen und anderen einfachen Flächen werden Länge und Breite miteinander multipliziert:

A = a \cdot b

A bezeichnet die Fläche in m², a die Länge und b die Breite. Ein Zimmer mit 4 m Länge und 3 m Breite hat eine Bodenfläche von 12 m².

Bei mehreren identischen Flächen wird das Ergebnis mit der Anzahl multipliziert:

A_{\mathrm{ges}} = a \cdot b \cdot n

Vier gleiche Stufen mit 1,2 m Länge und 0,35 m Tiefe ergeben beispielsweise:

1{,}2 \cdot 0{,}35 \cdot 4 = 1{,}68\ \mathrm{m^2}

Wie berechnet man die Wandfläche eines Raums?

Bei einem rechteckigen Raum werden zunächst alle vier Wandlängen zum Umfang zusammengefasst und anschließend mit der Raumhöhe multipliziert. Fenster, Türen und andere Öffnungen können danach abgezogen werden:

A_{\mathrm{Wand}} = 2 \cdot (a+b) \cdot h - A_{\mathrm{Öffnungen}}

  • a – Raumlänge,
  • b – Raumbreite,
  • h – Raumhöhe,
  • AÖffnungen – Summe der Fenster-, Tür- und Aussparungsflächen.

Ein Raum mit 4 m Länge, 3 m Breite und 2,6 m Höhe besitzt 36,4 m² Wandfläche vor dem Abzug von Öffnungen:

2 \cdot (4+3) \cdot 2{,}6 = 36{,}4\ \mathrm{m^2}

Werden 3 m² für Fenster und Türen abgezogen, verbleiben 33,4 m². Das Feld für Öffnungen kann leer bleiben, wenn keine Flächen abgezogen werden sollen.

Fenster und Türen von der Wandfläche abziehen

Für den geometrischen Materialbedarf können große Fenster- und Türflächen sinnvoll abgezogen werden. Bei kleinen Öffnungen ist ein vollständiger Abzug nicht immer zweckmäßig, weil Laibungen, Zuschnitte und zusätzlicher Arbeitsaufwand einen Teil der eingesparten Fläche wieder ausgleichen können.

Bei Maler- und Ausbauarbeiten sollten daher nicht nur die reinen Öffnungsmaße betrachtet werden. Entscheidend ist, ob auch Laibungen, Nischen, Vorsprünge oder angrenzende Flächen bearbeitet werden müssen.

Wie viel Verschnitt sollte eingeplant werden?

Der erforderliche Zuschlag hängt von Material, Verlegemuster, Raumgeometrie und Anzahl der Zuschnitte ab. Ein rechteckiger Raum mit gerader Verlegung verursacht meist weniger Verschnitt als eine diagonale Verlegung, Fischgrät, Nischen oder viele kleine Teilflächen.

AnwendungPraktischer Ausgangswert
Laminat oder Dielen, gerade Verlegung5-8 %
Fischgrät oder diagonale Verlegung10-15 %
Fliesen, gerades Verlegemuster8-10 %
Diagonale Verlegung, Nischen oder viele Zuschnitte10-15 %
Tapete, Farbe oder Spachtelmasse5-10 %
Platten und zugeschnittene Verkleidungen3-10 %

Diese Werte sind praktische Orientierungshilfen und keine allgemeingültigen Vorgaben. Bei teuren Materialien, chargenabhängigen Oberflächen oder später schwer nachzukaufenden Produkten kann eine zusätzliche Reserve sinnvoll sein.

Materialkosten pro Quadratmeter berechnen

Die geschätzten Kosten ergeben sich aus der Materialfläche und dem Preis pro Quadratmeter:

K = A_{\mathrm{Material}} \cdot C

Werden für einen Raum 13,2 m² Material benötigt und kostet das Material 30 €/m², ergeben sich geschätzte Materialkosten von 396 €.

Der gleiche Rechenweg kann für einen Arbeitspreis pro m² verwendet werden. Zusätzliche Leistungen wie Untergrundvorbereitung, Sockelleisten, Grundierung, Fugen, Anfahrt oder Mindestauftragswerte sind darin nicht automatisch enthalten.

Fläche und Materialbedarf sind nicht dasselbe

Die geometrische Fläche beschreibt nur die Größe des Bodens oder der Wand. Die tatsächliche Einkaufsmenge kann höher sein, weil Material zugeschnitten wird, ein Muster eingehalten werden muss oder das Produkt nur in vollständigen Paketen, Platten, Rollen oder Kartons verkauft wird.

Werden 13,2 m² Material benötigt und enthält ein Paket 2,2 m², sind sechs vollständige Pakete erforderlich:

N_{\mathrm{Pakete}} = \left\lceil \frac{13{,}2}{2{,}2} \right\rceil = 6

Der Rechner rundet nicht automatisch auf Verpackungseinheiten auf. Dafür muss die Fläche je Paket, Rolle oder Platte aus der Produktbeschreibung zusätzlich berücksichtigt werden.

Verwinkelte Räume und L-Formen berechnen

Eine L-förmige oder verwinkelte Fläche sollte in mehrere einfache Rechtecke aufgeteilt werden. Jede Teilfläche wird einzeln berechnet und anschließend addiert:

A_{\mathrm{ges}} = A_1 + A_2 + \ldots + A_n

  1. Die Fläche in möglichst einfache Rechtecke zerlegen.
  2. Länge und Breite jeder Teilfläche messen.
  3. Die einzelnen Flächen berechnen.
  4. Alle Ergebnisse addieren.
  5. Erst auf die Gesamtsumme den Materialzuschlag anwenden.

Bei Nischen, schrägen Wänden, Vorsprüngen oder Säulen ist ein direktes Aufmaß vor Ort meist zuverlässiger als eine vereinfachte Berechnung aus dem Grundriss.

Fläche und Wohnfläche sind nicht dasselbe

Der Rechner bestimmt geometrische Flächen für Material- und Kostenplanung. Die rechtlich oder vertraglich relevante Wohnfläche wird in Deutschland nach eigenen Regeln ermittelt.

Die Wohnflächenverordnung regelt unter anderem, welche Räume berücksichtigt werden, wie Flächen unter Dachschrägen anzusetzen sind und in welchem Umfang Balkone, Loggien oder Terrassen einfließen. Eine einfache Multiplikation von Länge und Breite ersetzt diese Berechnung nicht.

Für Mietverträge, Förderanträge, Gutachten, Steuerfragen oder amtliche Nachweise sollte deshalb ein dafür vorgesehenes Aufmaß oder ein eigener Wohnflächenrechner nach WoFlV verwendet werden.

Wann kann das Ergebnis abweichen?

Abweichungen entstehen vor allem durch ungenaue Maße, schiefe Wände, unregelmäßige Ecken, Nischen, Säulen und unterschiedliche Materialformate. Ein rechnerisch sauberer Grundriss bedeutet nicht automatisch, dass jede Reihe ohne zusätzliche Zuschnitte verlegt werden kann.

Bei Farbe, Kleber, Putz oder Spachtelmasse reicht die Fläche allein ebenfalls nicht aus. Zusätzlich müssen Ergiebigkeit, Schichtdicke, Untergrund, Anzahl der Arbeitsgänge und Herstellerangaben berücksichtigt werden.

Vor dem Kauf sollten die Maße auf der Baustelle nochmals kontrolliert, vollständige Verpackungseinheiten berechnet und gegebenenfalls einige Ersatzstücke für spätere Reparaturen eingeplant werden.

Häufige Fehler bei der Flächenberechnung

  • Zentimeter werden nicht in Meter umgerechnet.
  • Meter werden mit Quadratmetern verwechselt.
  • Mehrere Teilflächen werden nicht vollständig addiert.
  • Verschnitt oder Materialzuschlag wird nicht berücksichtigt.
  • Die benötigte Paketanzahl wird abgerundet statt aufgerundet.
  • Ein diagonales oder aufwendiges Verlegemuster wird wie eine gerade Verlegung behandelt.
  • Fenster und Türen werden abgezogen, ohne Laibungen oder Zuschnitte zu berücksichtigen.
  • Der Preis ohne Zuschlag wird als tatsächlicher Einkaufspreis verwendet.
  • Eine einfache Materialfläche wird mit der Wohnfläche nach WoFlV verwechselt.
  • Ein verwinkelter Raum wird nicht in einfache Teilflächen zerlegt.
  • Ein Paketpreis wird irrtümlich als Preis pro m² eingetragen.